BMB
Das Bio-Psycho-Soziale Modell (BPS)
Das Bio-Psycho-Soziale Modell - für mich ein elementarer Bestandteil der Biologischen Medizin, ist ein seit 1970 Wissenschaftlich anerkannter, ganzheitlicher Ansatz, der Gesundheit und Krankheit unter Berücksichtigung mehrerer Dimensionen betrachtet.
Die BPS erkennt an, dass Gesundheit und Krankheit nicht isoliert betrachtet werden können, sondern durch das komplexe Zusammenspiel all dieser Faktoren beeinflusst werden:
Psychologische Dimension
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Gedanken, Gefühle, Verhaltensweisen
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Stress, Bewältigungsstrategien, Einstellungen
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Persönliche Erfahrungen und subjektives Erleben
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Spirituelle/existenzielle Aspekte (Sinnfindung, Wertvorstellungen)
Biologische Dimension
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Körperliche Vorgänge, Physiologie und Pathologie
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Biochemische Prozesse und organische Strukturen
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Krankheitserreger, Infektionen, Entzündungen
Soziale Dimension
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Zwischenmenschliche Beziehungen und soziale Netzwerke
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Kultureller Hintergrund und gesellschaftliche Normen
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Sozioökonomische Faktoren wie Bildung & Arbeit
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Familie, Freunde, Nachbarn
Geographische Dimension
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Ökologische und Biochemische Faktoren (Xeniobiotika etc)
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Demographie (Lebensgeschichte, Entwicklungsphasen)
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Kultur, Abstammung, Bräuche
Konsequenzen & Notwendigkeiten
Das erweiterte «BPS» Modell nach BMB
Abkehr vom rein biomedizinischen Modell
Krankheiten werden nicht mehr nur körperlich verstanden, sondern auch psychische und soziale Faktoren werden berücksichtigt.
Systemisches Denken
Der Mensch wird nicht isoliert betrachtet, sondern als Teil eines dynamischen Netzwerks von Körper, Geist und Umwelt.
Jeder Teil beeinflusst das Ganze
Ein Ungleichgewicht auf einer Ebene destabilisiert das gesamte System.
Betonung der Selbstwirksamkeit
Heilung hängt nicht nur von Medikamenten oder Ärzten ab, sondern auch vom aktiven Mitwirken des Patienten.
Stress- und Ressourcenorientierung
Belastungen und Schutzfaktoren (z. B. Resilienz, soziale Netzwerke) werden zentral für Gesundheit und Krankheit.